Liebe Besucherin, lieber Besucher!
wirklich rosig sieht der Blick in die Zukunft derzeit nicht aus: ein neuer, alter Konflikt im Nahen Osten, anhaltender Krieg in der Ukraine, steigende Preise im Alltag. Mancher fragt sich, wohin das alles führen wird.
In eine solche Zeit hinein feiern wir Ostern. Ostern erinnert uns daran, dass die Dunkelheit niemals das letzte Wort hat. Die Botschaft dieses Festes ist schlicht und zugleich kraftvoll: Gott lässt uns nicht im Tod und in der Hoffnungslosigkeit zurück. Mit der Auferstehung Jesu beginnt ein neuer Morgen. Sein Licht ist stärker als alle Finsternis.
Dieses Licht wird in der Osternacht sichtbar. Draußen am Osterfeuer wird die Osterkerze entzündet und anschließend in die dunkle Kirche getragen. Dort geben wir ihr Licht weiter, bis schließlich der ganze Raum erhellt ist. Ein einfaches Zeichen und doch voller Hoffnung: Eine einzige Flamme genügt, um Licht zu bringen.
Unsere Osterkerze erinnert in diesem Jahr an den 800. Todestag des heiligen Franziskus von Assisi. Franziskus war ein Mensch, der die Welt mit den Augen der Dankbarkeit und der Hoffnung sehen konnte. In seinem berühmten Sonnengesang preist er Gott für die Schönheit der Schöpfung und für alles, was lebt.
Gerade in unruhigen Zeiten kann uns diese Haltung neu inspirieren: den Blick nicht nur auf das Dunkle zu richten, sondern auch auf das, was hell, schön und strahlend ist.
Ostern ist genau dieses Licht. Es ist wie ein Sonnenstrahl im Frühling, der nach den dunklen Wintermonaten neues Leben ankündigt. Ostern erinnert uns daran, dass Gott mit seiner Welt noch lange nicht am Ende ist und dass Hoffnung immer möglich bleibt.
Auch im Namen unseres gesamten Teams wünsche ich Ihnen ein gesegnetes und hoffnungsvolles Osterfest. Vor allem aber wünsche ich Ihnen, dass das österliche Licht auch Ihr Herz erreicht und Sie mit neuer Zuversicht erfüllt.
Es grüßt Sie herzlich
Ihr Stadtpfarrer Michael Zeitler








